Mätressenwirtschaft, Revolution und die große Liebe



Das 18. Jahr­hun­dert ent­deckt die Lie­be.
1762 erfin­det der fran­zö­si­sche Phi­lo­soph Jean-Jac­ques Rous­se­au ver­se­hent­lich die Mut­ter­lie­be, rund 30 Jah­re spä­ter fegt die fran­zö­si­sche Revo­lu­ti­on das “Anci­en Régime” aus sei­nen Paläs­ten.
Damit hat auch die Mätres­sen­wirt­schaft aus­ge­dient, denn ab sofort kön­nen Ehe­paa­re sich schei­den las­sen.
Ange­sichts sol­cher Aus­sich­ten ent­de­cken vie­le ein bis­lang unbe­kann­tes Gefühl: die “wah­re” Lie­be.

Bonaparte beim Überschreiten der Alpen am Großen Sankt Bernhard Gemälde von Jacques-Louis David, 1800
Bona­par­te beim Über­schrei­ten der Alpen am Gro­ßen Sankt Bern­hard Gemäl­de von Jac­ques-Lou­is David, 1800

Die Revolution

Jahr­hun­der­te­lang hat­te der Drit­te Stand das luxu­riö­se Leben von Adel und Kle­rus in Ver­sailles, ein rie­si­ges Heer und etli­che Krie­ge finan­ziert.
1789 reicht es den ein­fa­chen Leu­ten und die lang auf­ge­stau­te Frus­tra­ti­on über Hun­ger und Elend, erdrü­ckend hohen Steu­ern und der Herr­schaft der fei­nen Damen und Her­ren des ers­ten und zwei­ten Stan­des ent­lud sich auf den Stra­ßen von Paris.

Französische Revolution Delacroix

Es ist der har­te Win­ter 1788/89, der Brot­prei­se und Arbeits­lo­sig­keit wie­der ein­mal stei­gen lässt und das Fass zum Über­lau­fen bringt: Am 14. Juli 1789 stürmt eine wüten­de Men­schen­men­ge die Bas­til­le, das alte Staats­ge­fäng­nis und Sym­bol abso­lu­tis­ti­scher Macht, befreit sie­ben Gefan­ge­ne und mar­kiert damit den Anfang vom Ende der alten Ord­nung:

Nach dem Sturm auf die Bas­til­le gerät über­all im Land das revo­lu­tio­nä­re Feu­er außer Kon­trol­le.
Danach bleibt nichts mehr wie zuvor. “Frei­heit, Gleich­heit, Brü­der­lich­keit” erobert Euro­pa und nimmt die neu­en Ide­en von Lie­be und Mut­ter­lie­be gleich mit.

Die Vorgeschichte zur Revolution

Lud­wig der 14. (fran­zö­sisch: Lou­is XIV, 1638 — 1715) , Son­nen­kö­nig oder auch Lou­is le Grand genannt, hat­te eine genia­le Idee:
Die einen fei­ern, die ande­ren zah­len.

Lud­wigs Abso­lu­tis­mus ist ein sehr erfolg­rei­chen Regie­rungs­mo­dells, das euro­pa­weit von allen Königs­häu­sern begeis­tert kopiert wird. Den Preis für Pomp, Glanz und Glo­ria, der dafür not­wen­dig war, zahl­ten die ein­fa­chen Leu­te.
Das gefiel den Herr­schen­den.
Es war ein sehr hoher Preis, den der soge­nann­te Drit­te Stand zu zah­len hat­te.

1789 — 74 Jah­re nach dem Tod des Son­nen­kö­nigs — ist Frank­reich bank­rott, der größ­te Teil sei­ner Bevöl­ke­rung ver­elen­det und Adel und Kle­rus  bekom­men die blu­ti­ge Quit­tung für ein Sys­tem, das weni­ge reich und sehr vie­le arm gemacht hat­te.

Ein Kern­stück des abosul­tis­ti­schen Sys­tems war die Kon­zen­tra­ti­on der Macht nur beim König. Her­zö­ge, Baro­ne und Gra­fen hat­ten poli­tisch nichts zu sagen.

Das war sinn­voll: Statt den Adel weit ver­streut in sei­nen Schlös­sern leben zu las­sen, wo er kaum zu kon­trol­lie­ren war und mög­li­cher­wei­se eige­ne Macht­phan­ta­si­en ent­wi­ckeln konn­te, schar­te Lud­wig — und alle sei­ne abso­lu­tis­ti­schen Nach­fol­ger (alle hie­ßen in schö­ner Tra­di­ti­on Lud­wig) — die Vor­neh­men des Lan­des als Höf­lin­ge um sich, hielt sie wie Schoß­hünd­chen und beschäf­tig­te sie mit Schä­fer- und Rän­ke­spie­len und sinn­lo­sen Ämtern.

Ludwig XIV. im Krönungsornat (Porträt von Hyacinthe Rigaud, 1701) Von Unbekannt – wartburg.edu, Gemeinfrei
Lud­wig XIV. im Krö­nungs­or­nat (Por­trät von Hyacin­the Rigaud, 1701) Von Unbe­kannt – wart​burg​.edu, Gemein­frei

Die Fra­ge, wer dem König bei­spiels­wei­se beim ‘Lever’ (dem könig­li­chen Erwa­chen aus der Nacht­ru­he) durch das Rei­chen eines feuch­ten Tüch­leins zur Gesichts­rei­ni­gung behilf­lich sein durf­te, bekam poli­ti­sche Bri­sanz und konn­te für Auf­ruhr und wochen­lan­gen Streit unter den Pri­vi­le­gier­ten des Lan­des sor­gen.
So hat­te es der ‘Son­nen­kö­nig’ auch geplant: Die ein­fluss­rei­chen fei­nen Her­ren und Damen zoff­ten sich unter­ein­an­der über Nich­tig­kei­ten und lie­ßen den König in Ruhe.

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Viel­leicht hät­ten Bau­ern und Hand­wer­ker die Höf­lings­wirt­schaft noch ver­kraf­tet, aber um das ele­gan­te Nichts­tun des Ers­ten und Zwei­ten Stan­des und unzäh­li­ge Krie­ge finan­zie­ren zu kön­nen, setz­te das abso­lu­tis­ti­sche Regime auf eine spe­zi­el­le Wirt­schafts­po­li­tik, den Mer­kan­ti­lis­mus.

Für einen aus­ge­gli­che­nen Haus­halt und um viel Ware im Aus­land ver­kau­fen zu kön­nen, griff der Staat mas­siv in die Wirt­schafts­ent­wick­lung ein und hielt die Erzeu­ger­prei­se künst­lich nied­rig — über Jah­re und Jahr­zehn­te gab es null Pro­zent Lohn­stei­ge­rung für die Hand­wer­ker und Arbei­ter in den neu geschaf­fe­nen Manu­fak­tu­ren.

Damit die arbei­ten­de Bevöl­ke­rung mit ihren nied­ri­gen Löh­nen aus­rei­chend Nah­rung bekom­men konn­te, muss­ten auch die Prei­se von Agrar­pro­duk­ten gede­ckelt wer­den — teil­wei­se lagen die Prei­se, die Bau­ern für Korn und Milch ver­lan­gen durf­ten, unter den Pro­duk­ti­ons­kos­ten.
Die Fol­gen: Löh­ne und Prei­se blie­ben sta­bil nied­rig, aber die Sche­re zwi­schen Arm und Reich öff­ne­te sich immer wei­ter. Der größ­te Teil der abso­lu­tis­ti­schen Gesell­schaft wur­de immer ärmer.

Das stör­te nie­man­den — zumin­dest nie­man­den der bes­se­ren Gesell­schaft.
Die immer mal wie­der aus­bre­chen­den Revol­ten fand man ener­vie­rend und gehör­ten irgend­wie dazu: Bis auf ein paar kurz­fris­ti­ge Zuge­ständ­nis­se änder­te sich am Sys­tem “Wir oben, ihr unten” nichts — weder am abso­lu­tis­ti­schen Regie­rungs­mo­dell noch an der drü­cken­den und jucken­den Puder­pe­rü­cken-Mode jener Zeit.

” … Die künst­li­chen Haar­ge­bil­de waren sehr pfle­ge­in­ten­siv.
Ein­mal in der Woche muss­te man sie weg­schi­cken, damit ihre Locken auf erhitz­ten Wick­lern oder sogar im Ofen neu gelegt wur­den. Von 1700 an, aus Grün­den, die weder etwas mit gesun­dem Men­schen­ver­stand noch mit Prak­ti­ka­bi­li­tät zu tun gehabt haben kön­nen, wur­de es Mode, jeden Tag einen Schwall wei­ßes Pul­ver auf sei­nen Kopf nie­der­rie­seln zu las­sen. Das gebräuch­lichs­te Mit­tel war Haus­halts­mehl. Als die Wei­zen­ern­ten in Frank­reich in den 1770er Jah­ren mehr­fach schlecht aus­fie­len und die hun­gern­den Men­schen begrif­fen, dass das ohne­hin schon knap­pe Mehl nicht zu Brot ver­ba­cken wur­de, son­dern auf den pri­vi­le­gier­ten Häup­tern der Aris­to­kra­tie lan­de­te, revol­tier­ten sie.“

Bill Bry­son, Eine kur­ze Geschich­te der all­täg­li­chen Din­ge *


Die zuneh­men­de Armut des Drit­ten Stan­des war reich­lich sozi­al­po­li­ti­scher Spreng­stoff.
Zur all­ge­mei­nen Not, zusam­men­ge­setzt aus schlech­ten Ern­ten und fahr­läs­si­gen Regie­rens, kamen die Krie­ge — zuletzt Frank­reichs Betei­li­gung am ame­ri­ka­ni­schen Unab­hän­gig­keits­krieg gegen die Eng­län­der.

Die nach Unab­hän­gig­keit stre­ben­den Ame­ri­ka­ner wur­den von Frank­reich mit viel Geld und Sol­de­ten unter­stützt.
Nicht weil Lud­wig XVI. (Lud­wig der 16.), der Uren­kel des Son­nen­kö­nigs, sein Herz für Auf­stän­di­sche ent­deckt hät­te, son­dern weil er dem Erz­feind Groß­bri­tan­ni­en eins aus­wi­schen woll­te. (Die Frei­heits­sta­tue in New York ist ein Geschenk des abso­lu­tis­ti­schen Frank­reichs!)

Das Aus­wi­schen gelang, aller­dings war es sehr kost­spie­lig, was eine lang anhal­ten­de Über­schul­dung Frank­reichs zur Fol­ge hat­te; in Ver­bin­dung mit Miss­ern­ten, kal­ten Win­tern, schlech­ten Ern­ten, Hun­gers­nö­ten und drü­ckend hohen Steu­ern eine sozi­al­po­li­ti­sche Kata­stro­phe.

Nur bei Hofe scheint man von all­dem nichts mit­zu­be­kom­men.
Wenn sie kein Brot haben, dann sol­len sie doch Gebäck essen“, wird jene unglück­li­che Köni­gin Marie Antoi­net­te zitiert, die mit Lud­wig den 16. ver­hei­ra­tet ist, und 1793, wäh­rend der Revo­lu­ti­on, ihren Kopf ver­liert.

(Das Zitat wur­de von Jean-Jac­ques Rous­se­au in einem sei­ner Bücher ver­brei­tet.
Vermut­lich stammt es aber nicht von Marie-Antoi­net­te — als Rous­se­aus Buch mit dem Zitat ver­öf­fent­licht wird, ist sie vier Jah­re alt, wohl­be­hü­te­te jüngs­te Toch­ter der öster­rei­chi­schen Kai­se­rin Maria The­re­sia und lebt in Wien.
Aber irgend­je­mand wird es gesagt haben, denn es ent­sprach dem Zeit­geist. Zumin­dest dem der Bes­ser­ge­stell­ten.)

Porträt von Marie Antoinette mit einer Rose, 1778 gemalt von ihrer Lieblingskünstlerin Élisabeth Vigée-Lebrun
Por­trät von Marie Antoi­net­te mit einer Rose, 1778 gemalt von ihrer Lieb­lings­künst­le­rin Éli­sa­beth Vigée-Lebrun (Öl auf Lein­wand, Schloss von Ver­sailles), Gemein­frei

Das 18. Jahrhundert entdeckt die Liebe

Als die Revo­lu­ti­on in Frank­reich noch jung und opti­mis­tisch ist, kehrt der Kriegs­held Mar­quis de La Fay­et­te aus den gera­de von den Bri­ten befrei­ten und jetzt unab­hän­gi­gen Ver­ei­nig­ten Staa­ten von Ame­ri­ka zurück.
Kaum in Paris ange­kom­men, eilt er in die neu zusam­men­ge­setz­te revo­lu­tio­nä­ren fran­zö­si­schen Natio­nal­ver­samm­lung und ver­liest dort die Erklä­rung der Men­schen­rech­te, deren Ähn­lich­keit mit der moder­nen ame­ri­ka­ni­schen Ver­fas­sung kein Zufall ist.

Das Erstaun­li­che an die­ser Erklä­rung: sie ent­hält sogar einen Hauch von Frau­en­eman­zi­pa­ti­on.
Und da es in der Früh­pha­se der Revo­lu­ti­on nicht nur ein­fluss­rei­che männ­li­che Revo­lu­tio­nä­re gibt, son­dern auch enthu­si­as­ti­sche und laut­star­ke Revo­lu­tio­nä­rin­nen, führt die Natio­nal­ver­samm­lung kur­ze Zeit spä­ter für alle Bür­ge­rin­nen und Bür­ger erst­mals das Recht auf Schei­dung ein.

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Die fran­zö­si­sche Revo­lu­ti­on der Jah­re 1789 bis 1794
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Fängt man ein­mal damit an, kann man nicht mehr auf­hö­ren — sehens­wert!

Klaus Maria Bran­dau­er, Jane Sey­mour und vie­le mehr, Die Fran­zö­si­sche Revo­lu­ti­on — Jah­re des Zorns*, Ali­ve — Ver­trieb und Marketing/DVD, Juli 2017, FSK: 12


Das neue Schei­dungs­recht war zwar von vie­len gefor­dert wor­den — vor allem von Bür­ge­rin­nen -, aber als es da ist, bringt es doch vie­les durch­ein­an­der.
Schließ­lich ist man seit Jahr­hun­der­ten an arran­gier­te Hoch­zei­ten gewöhnt, lieb­lo­sen Ver­sor­gungs­ehen, Hei­ra­ten aus poli­ti­schen, wirt­schaft­li­chen oder dynas­ti­schen Grün­den und an die „Mätres­sen­wirt­schaft“, letz­te­res zumin­dest in den bes­se­ren Krei­sen.

Jetzt — um genau zu sein: seit 1792 —  kann man sich unter bestimm­ten Umstän­den schei­den las­sen, eine Opti­on, die vie­le pflicht­ge­mä­ße Ehe­paa­re ver­wirrt und sowohl Ehe­frau­en als auch Ehe­män­ner vor neue Her­aus­for­de­run­gen stellt.
Es ist eine Chan­ce – aber eine gefähr­li­che“, schreibt bei­spiels­wei­se 1794 Suzan­ne Necker, Schrift­stel­le­rin, bedeu­ten­de Salon­da­me und Ehe­frau des Ban­kiers und Poli­ti­kers Jac­ques Necker in einer Denk­schrift über das Schei­dungs­recht und setzt fort: Man lau­fe Gefahr, sich zu „ver­zet­teln“ und fin­de nicht mehr „Zuflucht in einer zar­ten See­le“ beim Part­ner.

Bis dass der Tod Euch schei­detkann nie­mand mehr wört­lich neh­men, denn die Mög­lich­keit, eine unglück­li­che Ehe zu been­den, gibt es jetzt. Nur — damit geht beson­ders für Frau­en auch ein als sicher geglaub­ter Hafen ver­lo­ren.

Denn es ist die eine Sache, sich über den Stink­stie­fel von Ehe­mann und sei­ne Eska­pa­den zu bekla­gen, den man als Vier­zehn- oder Fünf­zehn­jäh­ri­ge auf Geheiß der Eltern hat­te hei­ra­ten müs­sen.
Es ist etwas ande­res, wenn die­ser Stink­stie­fel plötz­lich die Mög­lich­keit bekommt, sich schei­den zu las­sen. Bei­spiels­wei­se um sei­ne lang­jäh­ri­ge Gelieb­te hei­ra­ten zu kön­nen und sei­ne unehe­li­chen Nach­kom­men mit ihr zu legi­ti­mie­ren.

Eine durch­aus berech­tig­te Sor­ge, denn eine Geschie­de­ne ist in jener Zeit eben­so wie eine Wit­we öko­no­misch viel schlech­ter gestellt als eine ver­hei­ra­te­te Ehe­frau.

Sehr schnell folgt auf das neue Schei­dungs­recht die Reak­ti­on: eine neue Basis für das Zusam­men­le­ben von Ehe­leu­ten wird gebo­ren.
Statt Ver­sor­gungs­ehen soll die gro­ßen roman­ti­schen Lie­be der ein­zig wah­re Grund für eine Ehe­schlie­ßung sein, für Ehen, die ein Leben lang glück­lich sind und hal­ten.

Die Geburtsstunde der Mutterliebe

Rund 30 Jah­re vor dem Sturm auf die Bas­til­le, dem Schei­dungs­recht und der Ent­de­ckung der gro­ßen Lie­be hat­te der fran­zö­si­sche Phi­lo­soph Jean-Jac­ques Rous­se­au ein wei­te­res besorg­nis­er­re­gen­des Kon­zept in die Welt gesetzt, das jetzt, wäh­rend der Revo­lu­ti­on, nach oben gespült wird: die Mut­ter­lie­be.

Jean-Jacques Rousseau, Pastell von Maurice Quentin de La Tour, 1753, Gemeinfrei
Jean-Jac­ques Rous­se­au, Pas­tell von Mau­rice Quen­tin de La Tour, 1753, Gemein­frei

Eigent­lich ist Rous­se­aus Erfin­dung der Mut­ter­lie­be ein Ver­se­hen, das ihm 1762 unter­läuft, als er sei­nen Erzie­hungs­ro­man „Emi­le oder über die Erzie­hung” ver­öf­fent­licht, mit dem er gegen die über­dreh­te abso­lu­tis­ti­sche Gesell­schaft wet­tern will.

Die fei­nen Her­ren und Damen in Plu­der­ho­sen, über­la­de­nen Spit­zen­hem­den und turm­ho­hen Perü­cken, die ihre Tage mit Müßig­gang, Schä­fer­spie­len und der detail­lier­ten Beach­tung der höfi­schen Etti­ket­te ver­brin­gen, hasst er wie die Pest.

In sei­nem Werk “Emi­le”, macht er sich aller­dings nicht nur über den abso­lu­tis­ti­schen Stän­de­staat lus­tig, son­dern ent­wirft auch die Uto­pie einer neu­en Gesell­schaft:
Men­schen sei­en von Natur aus gut, so Rous­se­au, nur die kul­tu­rel­le Ent­wick­lung ver­dirbt alles. Die Auf­ga­be einer neu­en Gesell­schaft müs­se es sein, an den unschul­di­gen Anfang — die Kind­heit — zurück­zu­keh­ren.
Das ist gedank­li­cher Spreng­stoff.

Zunächst wird sei­ne Theo­rie vom guten Men­schen, der erst durch Erzie­hung ins Schlech­te ver­kehrt wird, belä­chelt.
Rous­se­aus Zeit­ge­nos­se Vol­taire spöt­telt, er habe nach der Lek­tü­re des Romans Lust bekom­men, auf allen vie­ren zu krie­chen.

Doch 1789 passt Rous­se­aus Uto­pie per­fekt in’s neue Welt­bild der Revo­lu­tio­nä­re. Post­hum kommt sei­ne Leh­re vom frei­en, wil­den und guten Urzu­stand des Men­schen zu Ruhm und Ehre, er selbst wird zu einer Art päd­ago­gi­scher Super­held der Revo­lu­ti­on.

Und die Erfolgs­ge­schich­te der Mut­ter­lie­be nimmt ihren Lauf.

Die Revolution frisst ihre Kinder

Doch zunächst gibt es ande­re Pro­ble­me: Die Revo­lu­ti­on ver­zet­telt sich.
Sie wird miss­trau­isch gegen alles und jeden, denn die Mon­ar­chen Euro­pas for­mie­ren sich zu einer brei­ten Alli­anz gegen das revo­lu­tio­nä­re Frank­reich und ver­su­chen, die jun­ge Repu­blik von außen und mit Gewalt wie­der abzu­schaf­fen.

Das all­ge­mei­ne Miss­trau­en sorgt dafür, dass Bür­ge­rin­nen und Bür­ger wegen Nich­tig­kei­ten auf der Guil­lo­ti­ne lan­den. Oft reicht dafür schon ein Ver­dacht oder ein Gerücht.
Wer sei­nen Ehe­part­ner los­wer­den will, braucht das neue Schei­dungs­recht eigent­lich nicht in Anspruch zu neh­men, denn man muss nur das pas­sen­den Gerücht über die Gat­tin oder den Gat­ten in die Welt set­zen und kann dann fast sicher sein, dass dank der Arbeit des Wohl­fahrts­aus­schus­ses die Ehe ein für alle­mal been­det wird.

Das blu­ti­ge und chao­ti­sche Drun­ter und Drü­ber der Revo­lu­ti­on hat sei­nen Höhe­punkt erreicht, als der “klei­ne Mann aus Kor­si­ka”, Napo­le­on Bona­par­te (1769 – 1821), die Welt­büh­ne betritt.
Zunächst ist er nur ein begna­de­ter Mili­tär­füh­rer, wird bekannt und berühmt für sei­ne mili­tä­ri­schen Erfol­ge, macht Kar­rie­re und putscht sich 1799 als Füh­rer des Revo­lu­ti­ons­hee­res an die Macht.

1804 erklärt er die Revo­lu­ti­on für voll­endet und krönt sich selbst zum Kai­ser der Fran­zo­sen.

(Anmer­kung: Mit 1,68 m Kör­per­grö­ße war Napo­le­on übri­gens nicht klein für sei­ne Zeit, son­dern Durch­schnitt – das „klein“ ist ver­mut­lich von sei­nem Kriegs­geg­ner Eng­land zur Dif­fa­mie­rung und als Pro­pa­gan­da­mit­tel gestreut wor­den.)

Napoleon im Arbeitszimmer mit Hand in der Weste (Gemälde von Jacques-Louis David, 1812), Gemeinfrei
Napo­le­on im Arbeits­zim­mer mit Hand in der Wes­te (Gemäl­de von Jac­ques-Lou­is David, 1812), Gemein­frei

Der Code Napoléon

Napo­le­on ist für Euro­pa ein zwei­schnei­di­ges Schwert.
Zum einen ist er für lan­ge, für Frank­reich zunächst sehr erfolg­rei­che Krie­ge ver­ant­wort­lich, in denen er mit sei­ner Armee bis Mos­kau mar­schiert (und wie­der zurück), dabei fast den gesam­ten Kon­ti­nent über­rennt, den Tod Hun­dert­tau­sen­der ver­schul­det, die alte Ord­nung Euro­pas durch­ein­an­der­wür­felt und schließ­lich, nach sei­nem Fall, einen rie­si­gen poli­ti­schen Scher­ben­hau­fen hin­ter­lässt.

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Die Lebens­ge­schich­te Napo­le­ons
in einem tol­len Film mit inter­na­tio­na­lem Star­auf­ge­bot. Zusam­men­hän­ge und die Fra­ge nach dem War­um wer­den eben­so infor­ma­tiv wie span­nend erzählt. Sehens­wert (schon allein wegen Isa­bel­la Ros­sel­li­ni und Gérard Depar­dieu … 😉 )

Chris­ti­an Cla­vier, Isa­bel­la Ros­sel­li­ni, Gérard Depar­dieu, John Mal­ko­vich, Anouk Aimée und vie­le mehr.
Napo­le­on*, Ali­ve — Ver­trieb und Marketing/DVD, Sep­tem­ber 2017, FSK: 12


Aber er legt auch die Grund­la­gen unse­rer moder­nen Rechts­spre­chung.
Zusam­men mit sei­nen Arme­en erobert der „Code Napo­le­on“ (Code civil) Euro­pa: Die Tren­nung von Kir­che und Staat, Gewer­be­frei­heit, Zugang zu Pos­ten in Ämtern durch Leis­tung und nicht durch Geburt, sind Prin­zi­pi­en sei­nes Rechts­we­sens, die bis heu­te im Wesent­li­chen gel­ten.

Die napo­leo­ni­schen Krie­ge schaf­fen in Spa­ni­en die Inqui­si­ti­on ab, orga­ni­sie­ren in Köln eine Müll­ab­fuhr (weil es so stank, dass es kei­ner mehr aus­hal­ten konn­te) und sor­gen für die Verbrei­tung ein­heit­li­cher Maß­ein­hei­ten wie Meter, Kilo­gramm und Liter, was für den Han­del einen immensen Fort­schritt bedeu­tet.

Kin­der­ehen wer­den ver­bo­ten, das hei­rats­fä­hi­ge Alter auf 21 Jah­re her­auf­ge­setzt und das Schei­dungs­recht der fran­zö­si­schen Revo­lu­ti­on wird in ganz Euro­pa ein­ge­führt — ein Recht, von dem vor allem Frau­en Gebrauch machen.

Nach der Revolution: Biedermeier und Liebe

Nach sei­nem ver­lo­re­nen Krieg und einem geschei­ter­ten Selbst­mord­ver­such dankt Napo­le­on am 6. April 1814 ab, der Wie­ner Kon­gress tanzt unter der Lei­tung des öster­rei­chi­schen Kanz­lers Cle­mens Wen­ces­laus Lothar Fürst von Met­ter­nich und beginnt mit den Auf­räum­ar­bei­ten und der Rück­ab­wick­lung von 20 Jah­ren euro­päi­scher Geschich­te.

Man leckt sei­ne Wun­den, sor­tiert sich neu und will nach all die­sen Jah­ren end­lich wie­der Ruhe und Ord­nung in Euro­pa.

Es ist das Zeit­al­ter der Restau­ra­ti­on, eine Epo­che der Läh­mung, in der jede Form gesell­schaft­li­cher oder poli­ti­scher Bewe­gung erstarrt zu sein scheint — oder durch über­ner­vö­se Mon­ar­chen erstarrt wird.

Die Bie­der­mei­er­zeit bricht an, eine Zeit, in der man sei­ne Türen ver­schließt und sich im Schoß sei­ner klei­nen bür­ger­li­chen Fami­lie und hin­ter dem hei­mi­schen Herd zurück­zieht, um von der wech­sel­haf­ten Welt da drau­ßen so wenig wie mög­lich mit­be­kom­men zu müs­sen.

Der Sonntagsspaziergang, Carl Spitzweg, 1841, - The Yorck Project: 10.000 Meisterwerke der Malerei. Distributed by DIRECTMEDIA Publishing GmbH., Gemeinfrei
Der Sonn­tags­spa­zier­gang, Carl Spitz­weg, 1841, — The Yorck Pro­ject: 10.000 Meis­ter­wer­ke der Male­rei. Dis­tri­bu­t­ed by DIRECTMEDIA Publi­shing GmbH., Gemein­frei

Es sieht so aus, als ob von der Pom­pa­dour und dem abso­lu­tis­ti­schen Hof­staat in Ver­sailles mit sei­nen über­spann­ten ero­ti­schen Ver­hält­nis­sen, den Plu­der­ho­sen und über­di­men­sio­na­len Reif­rö­cken, den gepu­der­ten Perü­cken und den ‘mou­ches’ (wört­lich: Flie­gen; Bezeich­nung für Schön­heits­pfläs­ter­chen) nicht viel übrig geblie­ben ist.
Auch Jean-Jac­ques Rous­se­au und sei­ne Idea­le, die Revo­lu­ti­on und Napo­le­on schei­nen end­gül­tig in der Rum­pel­kam­mer der Geschich­te gelan­det zu sein.

Aber völ­lig gelingt die Abwick­lung der ver­gan­ge­nen 20 Jah­re Revo­lu­ti­on und napo­leo­ni­scher Krie­ge nicht.

Denn in den Köp­fen der Bie­der­mei­er-Mäd­chen, die ihre sorg­fäl­tig gerin­gel­ten Löck­chen jetzt unter züch­ti­gen Hau­ben her­vor­blit­zen las­sen, und in den Gedan­ken der jun­gen Män­ner, die statt Knie­bund­ho­sen ele­gan­te haut­enge Pan­talons tra­gen, haben sich fran­zö­si­sche Über­bleib­sel jener revo­lu­tio­nä­rer Zeit breit­ge­macht.
Die Mut­ter­lie­be und die roman­ti­sche Lie­be als neu­es Ide­al und als Sta­bi­li­täts­fak­tor der bür­ger­li­chen Fami­lie.


Copy­right: Agen­tur für Bild­bio­gra­phi­en, www​.bild​bio​gra​phi​en​.de, 2016 (über­ar­bei­tet 2018)

Lesen Sie im nächs­ten Bei­trag: Der Prince of Wales Geor­ge kann sei­ne Finan­zen nicht in Ord­nung hal­ten. Von sei­nem auf­wän­di­gen Lebens­stil fast rui­niert, wil­ligt er schließ­lich in einen Hei­rats­han­del mit dem Par­la­ment ein: Sei­ne Schul­den wer­den bezahlt, dafür hei­ra­tet er sei­ne Cou­si­ne Caro­li­ne von Braun­schweig. Der ein­zi­ge Makel: Das Braut­paar kann sich nicht aus­ste­hen.
Sze­nen einer arran­gier­te Ehe

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Über Kin­der­er­zie­hung, die Bau­lust der Köni­ge,
den Puder­pe­rü­cken-Knall des Abso­lu­tis­mus und die Sor­gen und Nöte der klei­nen Leu­te, die den Adels­spaß der obe­ren Zehn­tau­send finan­zie­ren muss­ten. Bill Bry­sons eben­so ver­gnüg­lich zu lesen­der wie groß­ar­ti­ger Streif­zug durch die Kul­tur­ge­schich­te Euro­pas. Lesens­wert! Und sehr hörens­wert: die Audio-Ver­si­on, gele­sen von Rufus Beck.
Bill Bry­son, Eine kur­ze Geschich­te der all­täg­li­chen Din­ge*, Gold­mann Taschen­buch, 2013

Welt­ge­schich­te zum Anhö­ren
Eben­so wit­zig wie infor­ma­tiv ist die­ses Hör­buch zur bril­lan­ten sechs­tei­li­gen ZDF-Rei­he von Hans-Chris­ti­an Huf und Gero von Boehm, wun­der­bar und augen­zwin­kernd gespro­chen von Hape Ker­ke­ling.
Uner­reicht hörens­wert!

Hans-Chris­ti­an Huf, Gero von Boehm, Unter­wegs in der Welt­ge­schich­te*, Ran­dom House Audio, 2011, März 2015

Ein span­nen­des Buch über die Zeit,
als alle, die in Euro­pa Rang und Namen hat­ten (… und etwas zu sagen …) mit­ein­an­der ver­wandt waren.
Sehr unter­halt­sam und mit fei­ner Iro­nie geschrie­ben — infor­ma­tiv und lesens­wert!

Leon­hard Horow­ski, Das Euro­pa der Köni­ge*, Rowohlt Buch­ver­lag, März 2017, 1120 Sei­ten

Eine bild­ge­wal­ti­ge Mini­se­rie,
die die Ereig­nis­se der Jah­re 1789 bis 1794 eben­so span­nend wie authen­tisch erzählt. Fängt man ein­mal damit an, kann man nicht mehr auf­hö­ren — sehens­wert!

Klaus Maria Bran­dau­er, Jane Sey­mour und vie­le mehr, Die Fran­zö­si­sche Revo­lu­ti­on — Jah­re des Zorns*, Ali­ve — Ver­trieb und Marketing/DVD, Juli 2017, FSK: 12

Die Lebens­ge­schich­te Napo­le­ons
mit einem inter­na­tio­na­len Star­auf­ge­bot groß­ar­tig ver­filmt. Sein Auf­stieg und Fall, die gro­ßen  Zusam­men­hän­ge und die Fra­ge nach dem War­um eben­so infor­ma­tiv wie span­nend erzählt.
Sehens­wert!

Chris­ti­an Cla­vier, Isa­bel­la Ros­sel­li­ni, Gérard Depar­dieu, John Mal­ko­vich, Anouk Aimée und vie­le mehr, Napo­le­on*, Ali­ve — Ver­trieb und Marketing/DVD, Sep­tem­ber 2017, FSK: 12


Wei­ter­füh­ren­de Bei­trä­ge:

Rous­se­au: Mit “Mut­ter­lie­be” hat­te der Phi­lo­soph Jean-Jac­ques Rous­se­au über­haupt nichts im Sinn — sei­ne eige­nen Kin­der brach­te er gleich nach der Geburt in ein Fin­del­haus. Trotz­dem gilt sein Erzie­hungs­ro­man “Emi­le oder über die Erzie­hung”, als Urknall für unser heu­ti­ges Ver­ständ­nis von Mut­ter­lie­be.
Die Erfin­dung der Mut­ter­lie­be

Mätres­sen­wirt­schaft: Sex und Poli­tik. Den Köni­gen und Aris­to­kra­ten war das poli­ti­sche Tages­ge­schäft oft zu müh­sam — sehr zur Freu­de ihrer Gelieb­ten, die manch­mal viel Ver­gnü­gen an Macht, Ein­fluss und am Regie­ren hat­ten. Die berühm­tes­te und ein­fluss­reichs­te „maî­tres­se en tit­re“ in der Geschich­te war die Mar­qui­se de Pom­pa­dour, die legen­dä­re Gelieb­te des Uren­kels des Son­nen­kö­nigs, König Lud­wig XV.
Die Mar­qui­se de Pom­pa­dour

Lie­be: Wer kennt es nicht, wenn sich nach weni­gen Wochen gro­ßer Lie­be, in denen See­len­ver­wandt­schaf­ten ent­deckt und Zukunfts­plä­ne geschmie­det wer­den, der ange­him­mel­te Liebs­te plötz­lich rar­macht, um Bedenk­zeit bit­tet, selt­sa­me Erklä­run­gen stam­melt und schließ­lich zu einer ande­ren ent­schwin­det? Ist das Psy­cho­lo­gie oder doch wie­der nur ein mise­ra­bler männ­li­cher Hor­mon­haus­halt?
Ist Fremd­ge­hen ange­bo­ren?

Kind­heit & Lebens­glück: Die Kind­heit ist die prä­gends­te Zeit in unse­rem Leben. Über Müt­ter und Väter, Geschwis­ter­lie­be, trans­ge­nera­tio­na­le Ver­er­bung und Kind­heits­mus­ter, die uns unser gesam­tes Leben beglei­ten.
Kin­der, Kin­der

Das Genera­tionengs­präch über ein Jahr­hun­dert der Auf- und Umbrü­che, der Revo­lu­tio­nen und der Erfin­dung von Mut­ter- und roma­ti­scher Lie­be. Das Jahr­hun­dert der Auf­klä­rung und der “Aus­gang des Men­schen aus sei­ner selbst­ver­schul­de­ten Unmün­dig­keit”.
Das 18. Jahr­hun­dert

Link­emp­feh­lung:

Schei­dung: “Im Gesetz steht von Lie­be kein Wort” — lesens­wer­tes Inter­view mit der Schei­dungs­an­wäl­tin Hele­ne Kla­ar, erschie­nen 2016 im Süd­deut­sche Zei­tung Maga­zin
https://​sz​-maga​zin​.sued​deut​sche​.de/​l​i​e​b​e​-​u​n​d​-​p​a​r​t​n​e​r​s​c​h​a​f​t​/​i​m​-​g​e​s​e​t​z​-​s​t​e​h​t​-​v​o​n​-​l​i​e​b​e​-​k​e​i​n​-​w​o​r​t​-​8​2​190

Bild­nach­wei­se:

Bona­par­te beim Über­schrei­ten der Alpen am Gro­ßen Sankt Bern­hard (Gemäl­de von Jac­ques-Lou­is David, 1800),Von Jac­ques-Lou­is David — The Yorck Pro­ject: 10.000 Meis­ter­wer­ke der Male­rei. DVD-ROM, 2002. ISBN 3936122202. Dis­tri­bu­t­ed by DIRECTMEDIA Publi­shing GmbH., Gemein­frei

Die Frei­heit führt das Volk, Eugè­ne Del­a­croix, gemein­frei

Lud­wig XIV. im Krö­nungs­or­nat (Por­trät von Hyacin­the Rigaud, 1701) Von Unbe­kannt – wart​burg​.edu, Gemein­frei

Por­trät von Marie Antoi­net­te mit einer Rose, 1778 gemalt von ihrer Lieb­lings­künst­le­rin Éli­sa­beth Vigée-Lebrun (Öl auf Lein­wand, Schloss von Ver­sailles), Gemein­frei

Jean-Jac­ques Rous­se­au, Pas­tell von Mau­rice Quen­tin de La Tour, 1753, Gemein­frei

Napo­le­on im Arbeits­zim­mer mit Hand in der Wes­te (Gemäl­de von Jac­ques-Lou­is David, 1812), Gemein­frei

Der Sonn­tags­spa­zier­gang, Carl Spitz­weg, 1841, — The Yorck Pro­ject: 10.000 Meis­ter­wer­ke der Male­rei. Dis­tri­bu­t­ed by DIRECTMEDIA Publi­shing GmbH., Gemein­frei

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